Einwanderungsziel in 2000 überschritten - höchste Quote seit 7 Jahren
Ottawa: Kanada hat im Jahre 2000 so viele Einwanderer aufgenommen wie schon lange nicht mehr und damit das gesteckte
Ziel sogar übertroffen. In den beiden Jahren zuvor war die Einwanderungsquote nicht erreicht worden. Nach den letzten
Zahlen aus dem Citizenship and Immigration Department sind im letzten Jahr mehr als 226.500 Einwanderer nach Kanada
gekommen. Dies ist die höchste Zahl seit sieben Jahren. Eine Aufschlüsselung nach Herkunftsland und Einwanderungskategorie
lag nicht vor.
Diese Zahlen bringt die Liberalen näher an ihr Wahlversprechen, die Einwandererzahl zu erhöhen. Als Ziel ist die
Ein-Prozentmarke pro Jahr vorgesehen. Demnach soll die Einwanderungsquote bei mindestens einem Prozent der
Gesamtbevölkerung liegen. Für die letzen beiden Jahre hatte die Planzahl zwischen 200.000 und 225.000 Einwanderern pro
Jahr gelegen. Damit soll sichergestellt werden, daß genügend Arbeitnehmer zur Verfügung stehen, um die fallende
Geburtenziffer auszugleichen. In den Jahren 1998 und 1999 hatte die Asienkrise zum Nichterreichen der Zielmarke
geführt. Im Februar Haushalt wurde mehr Geld für diesen Bereich zur Verfügung gestellt, was die Anzahl der
bearbeiteten Anträge im Jahr 2000 erhöht hat.
Einwanderungsministerin Elinor Caplan sprach sich zudem für die schnelle Umsetzung des vorliegenden
Einwanderungsgesetzentwurfes aus, der durch die Neuwahlen im November 2000 auf Eis gelegt worden war. Auch wenn sie
zugab, daß es hierbei noch einigen Klärungsbedarf gibt, bevor das Gesetz verabschiedet werden kann, soll es eine
der Topprioritäten im laufenden Jahr sein.
19.Januar 2001
Das neue Bundeskabinett: Bewährte Kräfte und neue Gesichter
Nach dem überwältigenden Wahlsieg der Liberalen Partei Ende November
letzten Jahres setzt Kanadas seit 1993 amtierender Premierminister
Jean Chrétien auch in seiner dritten Amtszeit auf sein bewährtes
Regierungsteam. Schlüsselressorts wie das Finanzministerium
(Paul Martin), das Verteidigungsministerium (Arthur Eggleton), das
Umweltministerium (David Anderson) und das Justizministerium
(Anne McLellan) bleiben unverändert. Schon vor den Parlamentswahlen
hatte Jean Chrétien John Manley zum neuen Außenminister und Brian
Tobin zum Wirtschaftsminister ernannt. Neu im Kabinett sind jetzt
Sharon Carstairs (Vorsitzende der Regierungsfraktion im Senat),
Robert Thibault (Staatsminister für die Atlantik-Region) und Rey
Pagtakhan (Staatssekretär für die asiatisch-pazifische Region).
Quelle: Newsletter der kanadischen Botschaft
Calling Toronto: Längere Telefonnummern für Kanadas Wirtschaftsmetropole
Kanadas größter Metropole gehen die Telefonnummern aus. In den
letzten Jahren hat die Zahl der Telefon- und Faxanschlüsse sowie
der Benutzer von Mobiltelefonen so stark zugenommen, dass in Toronto
ab März neuen Telefonanschlüssen die Vorwahlnummer ('Area Code‘)
647 zugewiesen wird. Wie Radio Canada International (RCI) berichtet,
wird in den nächsten Monaten auch die weitere Umgebung der Metropole
neue Area Codes erhalten. Ab November diesen Jahres erhalten die
Telefonkunden der Pazifik-Metropole Vancouver zehnstellige Telefon-
nummern, an die man sich von 2002 an auch in Montréal wird gewöhnen
müssen.
Quelle: Newsletter der kanadischen Botschaft
Neue Geldscheine in Kanada
Ottawa: Kanadier werden sich an neue Bilder auf Ihren hartverdienten Dollarnoten gewöhnen müssen, jedoch werden die
Farbgebung und Gesichter altbekannte sein. Am Mittwoch wurde die neue 10-Dollar Note vorgestellt. Auch weiterhin wird Kanadas erster
Premierminister, John A. Macdonald auf dem 10-Dollarschein erscheinen, jedoch als Nahaufnahme mit natürlicherem
Erscheinungsbild.
Die Rückseite wird einen weiblichen Friedenswächter mit Fernglas, einen Kriegsveteran mit zwei Kindern, einen Strauß
Mohnblumen und den ersten Vers von "In Flanders Fields" zeigen. Gordon Thiessen, Direktor der Bank of Canada zeigte sich
stolz, als er die neuen Banknoten der Öffentlichkeit vorstellte.
Auch die anderen Stückelungen werden in den nächsten zwei bis drei Jahren einer Runderneuerung unterzogen. Queen Elizabeth II
wird auch weiterhin die 20-Dollarnote krönen, jedoch mit einem neuen Portrait. Die Rückseiten werden Kinder beim Spielen
(5-Dollarnote), ein Werk des späten eingeborenen Künstlers Bill Reid (20-Dollarnote), die Famous Five und Therese
Casgrain, die das Frauenwahlrecht durchgesetzt hatten (50-Dollarnote) und eine Landkarte von Kanada (100-Dollarnote) zeigen.
Die neuen Banknoten werden zudem den Wert in Blindenschrift anzeigen, sowie einige neue Sicherheitsmerkmale aufweisen,
die den Fälschern das Handwerk schwerer werden läßt. Die alten Noten werden aber auch weiterhin ihre Gültigkeit
beibehalten.
17.Januar 2001