Kanadier schauen weniger Fernsehen
Ottawa: Laut einer neuen Studie von Statistics Canada verringerte sich im Herbst 1999 die Anzahl der Stunden, die
vor dem Fernseher verbracht wurden. Die Zuschauerzahlen erreichten im Herbst 1999 einen 20-Jahres-Tiefpunkt. Die
Durchschnittszeit vor dem Fernseher verringerte sich auf 21,6 Stunden pro Woche. Dies ist eine Stunde weniger, als
noch im Jahre 1998 und weit unter der Höchstzahl von 23,5 Stunden, die auch im Jahre 1998 erreicht wurde.
Alle Altersgruppen, sowie beide Geschlechter schauten weniger in die Röhre. Lediglich in den beiden Provinzen
Newfoundland und British Columbia erhöhte sich die Zahl geringfügig. Der Rückgang wird damit begründet, daß viele
Menschen vermehrt ins Kino gehen. Die Anzahl der Kinogänger ist im siebten Jahr in Folge angestiegen und erreichte
mit 112,8 Millionen Besuchen ein 38-Jahreshoch. Zudem wird vermehrt im Internet gesurft. Im Jahre 1999 war in 42 Prozent
der Haushalte zumindest ein regelmäßiger Nutzer zu finden. Im Jahre 1998 war dies nur in 36 Prozent der Haushalte der Fall.
Männer im Alter von 18 bis 24 Jahre sahen am wenigsten fern, gefolgt von Kindern und Teenagern. 62 Prozent der Fernsehzeit
wurde ausländischen, meist US-amerikanischen Programmen, gewidmet. Demgegenüber schauten 66 Prozent der französischsprachigen
Kanadier heimatliche Programme an.
25.Januar 2001
British Columbia erreicht Ziel für Schutzgebiete
Vancouver: British Columbia wird weitere 120.000 Hektar Land in der Okanagan Region unter Schutz stellen und ist somit
die erste Regierung in Nordamerika, die das Ziel der Vereinten Nationen, 12 Prozent der Landmasse unter Schutz zu stellen,
erreicht hat. "Diese bedeutsame und einzigartige Errungenschaft macht uns zum Vorreiter für die Welt," sagte Premier Ujjal
Dosanjh.
Nachdem der sogenannte "Okanagan land use plan" nun genehmigt wurde, sind jetzt 12,37 Prozent der Landmasse British Columbias
geschützt. Das Kernstück des neuen Schutzgebietes ist schneebedeckt und grenzt an den 33.000 ha großen Cathedral Provincial
Park. Dieses Gebiet ist zudem mit der Loomis Natural Resource Conservation Area in Washington State, USA verbunden.
Zusammen bilden die Gebiete Nordamerikas größtes grenzübergreifendes Schutzgebiet.
24.Januar 2001
Ottawa spricht sich für Trudeau Museum aus
Montreal: Die kanadische Bundesregierung in Ottawa hofft, das Haus, in dem Trudeau gelebt hat, in ein Museum umzuwandeln -
dies berichtete ein Fernsehsender am Montag. Heritage Canada ist bereits an die Trudeau Familie herangetreten, um das
imposante Haus aufzukaufen und in ein Museum für den ehemaligen Premierminister umzuwandeln.
Eine Einigung sei noch nicht erzielt worden, sagte der Bericht, aber die Verhandlungen würden weitergehen. Das Haus soll
das Leben von Trudeau und seine Leistungen aufzeichnen und ehren. Zwei ähnliche Denkmäler gibt es in Quebec bereits, um
die ehemaligen Premierminister Louis St-Laurent und Wilfrid Laurier zu ehren.
Trudeau lebte in der Pine Ave. an den Hängen von Mount Royal für fast zwei Jahrzehnte, ehe er im September letzten Jahres
im Alter von 80 Jahren an Krebs verstarb. Er führte das Land Kanada von 1968 bis 1979 und von 1980 bis 1984. Sein Tod
wurde in ganz Kanada mit Bestürzung aufgenommen und es hat schon viele Vorschläge gegeben, ihn zu ehren. Unter anderem
war die Umbenennung des Mount Logan im Yukon vorgeschlagen worden, zudem sollte einer Montrealer Schule nach ihm benannt werden.
Eine lebensgroße Statue soll im Oktober in einem Park in Nepean, Ontario aufgestellt werden.
22.Januar 2001