Inflation fällt im Februar leicht
Ottawa: Höhere Preise für Energie und Lebensmittel trieben die Inflationsrate im Februar auf 2,9 Prozent, was aber
dennoch leicht unter der drei Prozentmarke liegt, die noch im Januar erreicht wurde.
Besonders die gestiegenen Preise für frisches Gemüse und Mahlzeiten im Restaurant zeichneten verantwortlich für den
Anstieg des Lebensmittelindex der Inflationsrate. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Energiepreise im Durchschnitt
um 6,4 Prozent. Wenn man die Energiekosten herausnimmt, bleibt eine Inflationsrate von 2,4 übrig - der höchste
Wert seit Oktober 1995.
Die Statistik sieht dennoch einen Abwärtstrend in den Gesamtlebenshaltungskosten. Wenn man die Lebensmittel- und
Energiekosten herausrechnet, verbleibt eine Kerninflationsrate von zwei Prozent. Die Kerninflationsrate wird von
den Banken am meisten beachtet.
Den größten Anteil am Anstieg der Energiepreise hat der Erdgaspreis, der in einem Jahr alleine um 35 Prozent angestiegen
ist. Benzin stieg um 7,9 Prozent und Erdöl um 3,1 Prozent. Der Preis für elektrischen Strom ist hingegen um 8,1 Prozent
zurückgegangen.
21.März 2001
Kontinuität in Alberta: Konservative Partei gewinnt die Provinzwahlen
In Kanadas Energieprovinz Alberta stellt die Progressiv-Konservative Partei mit Ministerpräsident Ralph Klein weiterhin
die Regierung. Bei den Neuwahlen zum Provinzparlament erhielten die Konservativen 74 von insgesamt 83 Mandaten. Die
Liberale Partei ist mit sieben Sitzen im Parlament vertreten, die sozialdemokratische NDP behielt ihre beiden Sitze.
Ministerpräsident Klein hat damit zum dritten Mal in Folge die Provinzwahlen in Alberta für sich entschieden.
Quelle: Newsletter der kanadischen Botschaft
Edmonton jetzt vorn: Wachstumsprognose für 2001 auf 4,8 Prozent verbessert
Das Conference Board of Canada sieht die Hauptstadt der Westprovinz Alberta jetzt an der Spitze kanadischer Großstädte.
Mit einem für 2001 auf nunmehr 4,8 Prozent veranschlagten Wirtschaftswachstum wird Edmonton am bisherigen Spitzenreiter,
der Region Ottawa/Hull, vorbeiziehen, für die, wie der 'Ottawa Citizen' berichtet, das Wirtschaftsforschungsinstitut
seine Wachstumsprognosen nach unten korrigiert hat.
Quelle: Newsletter der kanadischen Botschaft
Toronto erhebt Flughafengebühr
Toronto: Nun schließt sich der Pearson International Airport in Toronto den anderen großen Flughäfen in Nordamerika an
und erhebt von jedem Reisenden eine Flughafengebühr, die zur Finanzierung des Ausbaus herangezogen werden soll.
Anders als in Montreal und Vancouver wird die Gebühr jedoch bereits mit dem Ticket erhoben. Jeder Fluggast, der Toronto
verläßt muß zehn Dollar bezahlen, Transitreisende sind mit sieben Dollar dabei. Durch die neue Gebühr sollen jährlich
rund 125 Millionen Dollar eingenommen werden. Das Geld soll ausschließlich für den Ausbau von Kanadas größtem Flughafen
verwendet werden. Der Ausbau wird auf 4,42 Milliarden Dollar beziffert.
Der Umbau soll insgesamt zehn Jahre dauern, wovon bereits zwei verstrichen sind. Im letzten Jahr wurden 28,9 Millionen
Reisende gezählt, ein Viertel von ihnen als Transitreisende. Der Umbau beinhaltet ein 36-Hektar großes Passagierterminal,
sowie eine Parkgarage für 12.600 Fahrzeuge. Darüber hinaus werden zwei neue Startbahnen, sowie erweiterte Frachtkapazitäten
hinzukommen. Diese sollen 18.000 Gepäckstücke pro Stunde bewegen können und bestehen aus 15 Kilometer Förderbändern.
Die Gebühren sollen rund ein Viertel der Gesamtkosten decken. Obwohl noch kein genauer Termin zur Abschaffung der Gebühr
feststeht, soll sie nicht länger als notwendig erhoben werden.
19.März 2001