Maul- und Klauenseuche sorgt für Einschränkungen bein Kanadaurlaub
Viele Farmen in Kanada haben aufgrund der Maul- und Klauenseuche in Europa ihre Tore
für europäische Gäste in diesem Jahr geschlossen. Einige verlangen auch nur, daß sich die
Gäste vor ihrem Aufenthalt mindestens 14 Tage vorher nicht auf einem europäischen
Bauernhof aufgehalten haben. Wer vorhat, seinen Urlaub auf einer kanadischen Farm zu
verbringen, sollte sich vorher genau erkundigen.
5.Mai 2001
Im Ländervergleich: Kanadas Engagement im Internet ist vorbildlich
Eine vom Meinungsforschungsinstitut 'Accenture' durchgeführte Unter-
suchung in 22 Ländern räumt der kanadischen Bundesregierung den
Spitzenplatz ein, wenn es darum geht, die Bevölkerung über ihr
Internetportal und ein übersichtlich gestaltetes Netz von Querver-
bindungen (Hyperlinks) zu informieren und ihr die verschiedensten
Verwaltungsdienste anzubieten.
Quelle: Newsletter der kanadischen Botschaft
Doppelbesteuerungsabkommen: Rückwirkend ab 1. Januar 2001
Deutschland und Kanada haben am 19. April in Berlin ein Abkommen
unterzeichnet, das eine Doppelbesteuerung vermeiden und Steuer-
verkürzungen verhindern soll. Für Kanada unterzeichnete der Chargé
d’Affaires der kanadischen Botschaft, Philip Somerville die Ver-
einbarung, für Deutschland Ministerialdirektor Gerd Westdickenberg
vom Bundesfinanzministerium.
Das Abkommen legt u.a. fest:
- Eine Quellensteuer in Höhe von fünf Prozent auf Dividende für
Unternehmen, die mindestens zehn Prozent des Aktienkapitals des die
Dividenden zahlenden Unternehmens kontrollieren. In allen anderen
Fällen sind dies 15 Prozent.
- Eine Quellensteuer in Höhe von zehn Prozent auf Zinsen und Lizenz-
gebühren. Ausnahmen gelten für bestimmte Verzinsungsarten, Urheber-
lizenzen und Lizenzen für bestimmte Software und Patente.
Außerdem verpflichten sich beide Staaten bei der Erhebung der
Steuern zur gegenseitigen Amtshilfe. Das Abkommen tritt rückwirkend
zum 1. Januar in Kraft und ersetzt das derzeit noch gültige
Abkommen vom 7. Juli 1981.
Weitere Informationen zum neuen Doppelbesteuerungsabkommen enthält
die Website des kanadischen Finanzministeriums:
www.fin.gc.ca
Quelle: Newsletter der kanadischen Botschaft
Freier Markt Amerika: In Québec City beschließen 34 Länder die Bildung der größten Freihandelszone der Welt
Auf ihrer dreitägigen Gipfelkonferenz haben sich 34 Staats- und
Regierungschefs aus Nord-, Zentral- und Lateinamerika sowie der
Karibik darauf geeinigt, bis Dezember 2005 auf dem amerikanischen
Kontinent den größten freien Wirtschaftsraum der Welt zu etablieren.
In der geplanten Freihandelszone (FTAA) leben rund 800 Millionen
Menschen. Als Gastgeber der Konferenz betonte Kanadas Premierminister
Jean Chrétien: "Die Erklärung, die wir hier unterzeichnet haben,
enthält die klare und einstimmige Verpflichtung zur Demokratie ...
Damit wollen wir unsere Absicht verdeutlichen, den Schutz der
Menschenrechte zu gewährleisten und uns gemeinsam für Freiheit und
Stabilität einzusetzen." Diese Bemühungen um eine Stärkung von
Demokratie und Prosperität würden, so der kanadische Regierungschef,
auch Vorkehrungen umfassen, die alle Bürger dazu auffordern, sich
am sozialen, politischen und wirtschaftlichen Leben ihrer Länder
und der gesamten Region zu beteiligen. Dies gelte ganz besonders
für Gruppen, die häufig ausgegrenzt werden, wie Junge und Alte,
Frauen, Behinderte und Ureinwohner.
Wenige Tage zuvor hatten sich, ebenfalls in Québec City, mehr als
zweitausend Teilnehmer eines so genannten 'People's Summit' gegen
die pan-amerikanischen Freihandelspläne ausgesprochen. Alle 35 Länder
des amerikanischen Kontinents und der Karibik hatten Vertreter von
u.a. Gewerkschaften, Ureinwohnern, Frauen- und Umweltorganisationen
zu diesem alternativen 'Volksgipfel' entsandt.
Quelle: Newsletter der kanadischen Botschaft