G-8-Gipfel: Im nächsten Jahr in den kanadischen Rockies
Natur statt Prunk erwartet die Teilnehmer der G-8 -Gipfelkonferenz,
die Gastgeber Kanada im nächsten Jahr in Kananaskis in den Rocky
Mountains beherbergen wird. Der beschauliche Ferienort, in dem es
nur zwei Hotels gibt, liegt in einem Gebirgstal und ist einhundert
Kilometer von Calgary entfernt.
Quelle: Newsletter der kanadischen Botschaft
Wälder und Felder: Klimakonferenz kommt Kanadas Vorstellungen entgegen
Premierminister Jean Chrétien hat den auf der Bonner Klimakonferenz
erzielten Kompromiss begrüßt. Danach werden land- und forstwirt-
schaftlich genutzte Flächen als so genannte CO2-bindende Senken
mehr als ursprünglich vorgesehen berücksichtigt, wenn es um die
Festlegung nationaler Emissionsziele geht. Kanada, Australien und
Japan hatten dies gefordert.
"Mit diesem Abkommen, mit dem das Kyoto-Protokoll umgesetzt werden
kann, hat die Welt heute einen Meilenstein erreicht und gezeigt,
wie sich die Vereinten Nationen zum Nutzen aller Menschen auf der
Welt einsetzen kann", erklärte der kanadische Regierungschef. "Wir
können stolz darauf sein, dass es 180 Ländern innerhalb relativer
kurzer Zeit gelungen ist, sich auf ein Rahmenwerk zu einigen, das
sich mit der globalen Erwärmung befasst", betonte Premierminister
Chrétien. Auch in etlichen Regionen Kanadas machten sich die Folgen
der Erderwärmung bemerkbar.
Besonders stolz sei er auf die Schlüsselrolle, die Kanada bei den
Bemühungen um eine Einigung übernommen habe, unterstrich Chretien:
"Ich freue mich sehr darüber, dass unser ausgewogener Vorschlag zur
Anerkennung der CO2-Senken angenommen wurde. Jetzt können Farmer und
Waldbesitzer in Kanada und weltweit durch die Bewirtschaftung ihres
Landes einen entscheidenden Beitrag zum Kampf gegen den Klimawandel
leisten."
Er sei zuversichtlich, fügte Chrétien hinzu, dass Kanada nach ein-
gehenden Beratungen mit den Provinzen, Territorien und anderen
Betroffenen das Kyoto-Protokoll im nächsten Jahr ratifizieren werde.
Quelle: Newsletter der kanadischen Botschaft
Frauen an Bord: Auch weibliche Besatzung auf kanadischen U-Booten
Frauen werden demnächst auch die letzte Männerbastion der
kanadischen Streitkräfte erobern können, die Unterseeboote.
Vizeadmiral Greg Maddison, der Oberbefehlshaber der Marine, hatte
vor kurzem erklärt, die neuen U-Boote der Klasse 'Victoria' seien
geräumiger als die alten U-Boote. Deshalb werde es hier für Frauen
an Bord zumindest besondere Dusch- und Umkleidekabinen geben. Ab
Oktober können die ersten weiblichen Untersee-Matrosen mit ihrer
Ausbildung beginnen. Nach Angaben des Vizeadmirals interessiert
sich gut ein Viertel der 1.100 Frauen in der kanadischen Marine
für eine Unterwasser-Karriere.
Quelle: Newsletter der kanadischen Botschaft
Vans, Trucks und Sportboote: 1999 stiegen CO2 Emissionen in Kanada um 1,4 Prozent
Kanadas vorläufige Bilanz der Treibhausgas-Emissionen zwischen 1990
und 1999 hat zwei Gesichter: Während die verarbeitende Industrie
trotz eines in diesem Zeitraum erzielten Zuwachses von 32 Prozent
ihre Emissionen leicht reduzierte, hatte das Gesamtvolumen der so
genannten Treibhausgase gegenüber 1990 um 15 Prozent zugenommen.
Allein im Jahre 1999, so ein jetzt vom Umweltministerium ver-
öffentlichter Bericht, betrug der Zuwachs 1,4 Prozent. Es waren vor
allem die immer beliebter werdenden Kleinlastwagen und Vans sowie
motorisierte Sportgeräte (Boote, Motorschlitten etc.), auf deren
Konto mehr als die Hälfte des Emissionszuwachses geht. Für ein
Viertel ist der wachsende LKW-Verkehr verantwortlich. (Der gesamte
Bericht 'Canada’s Greenhouse Gas Emissions 1990 - 1999‘ ist im
Internet über http://www.ec.gc.ca nachzulesen)
Quelle: Newsletter der kanadischen Botschaft
Norwegen, Australien und Kanada auf den ersten Plätzen des UN-Index der menschlichen Entwicklung
An der Spitze des Index der menschlichen Entwicklung, den das
Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP) alljährlich für
174 Länder errechnet, gibt es in diesem Jahr einen Platzwechsel:
Norwegen und Australien sind an Kanada, das sieben Jahre in Folge
Platz Eins eingenommen hatte, vorbeigezogen. Kanada rangiert an
dritter Stelle, Schweden an vierter, Belgien auf Platz fünf, und
die USA sind auf den sechsten Rang zurückgefallen. Der UNDP-Index,
der durch vier Einzelindizes (Lebenserwartung, Schulbesuch, Pro-
Kopf-Einkommen und Bildungsstand der erwachsenen Bevölkerung)
bestimmt wird, beschreibt die Lebensqualität eines Landes.
Quelle: Newsletter der kanadischen Botschaft