Vor dem G-8-Gipfel: Premier Chrétien besucht Afrika
Algerien, Äthiopien, Marokko, Mosambik, Nigeria, Senegal und Südafrika
sind die Stationen einer zehntägigen Afrikareise des
kanadischen Premierministers Jean Chrétien, die noch bis zum
13. April dauert. In Gesprächen mit führenden Politikern sowie
Vertretern von nichtstaatlichen Organisationen lässt sich der
kanadische Regierungschef vor Ort über die Lage auf dem afrikanischen
Kontinent informieren und erläutert dabei das Entwicklungsprogram
'Eine Neue Partnerschaft für Afrikas Entwicklung'
(NEPAD). Als Gastgeber der diesjährigen G-8-Gipfelkonferenz
(26. - 27. Juni) will Chrétien das Thema Afrika in den Mittelpunkt
der G-8-Chefrunde stellen. Dabei geht es um einen besondere
Aktionsplan für Afrika. "Dieser Kontinent ist an den
Rand unserer globalisierten Welt geraten. Dagegen müssen wir
etwas unternehmen", erklärte Kanadas Premierminister vor seiner
Abreise.
Quelle: Newsletter der kanadischen Botschaft
Justiz-, Innen- und Außenminister der G-8 treffen sich in Kanada
Zur Vorbereitung der G-8-Gipfelkonferenz finden in Kanada mehrere
Gesprächsrunden von Fachministern der sieben wichtigsten Industrienationen
und Russlands statt. Am 13. und 14. Mai kommen
die Innen- und Justizminister nach Mont-Tremblant in Québec.
Für den 12. und 13. Juni hat Kanadas Außenminister Graham seine
Amtskollegen aus Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien,
Japan, Russland und den USA nach Whistler, British Columbia,
eingeladen.
Quelle: Newsletter der kanadischen Botschaft
Sicherer Himmel: Flugverbot für Kananaskis, Alberta
Auf Anordnung der kanadischen Regierung besteht zwischen dem 25.
und 28. Juni aus Sicherheitsgründen für Kananaskis, Alberta, in
einem Umkreis von ca. einhundert Kilometern ein absolutes Flugverbot.
Reisende, die in dieser Zeit den internationalen Flug-
platz von Calgary benutzen, müssen mit Verspätungen rechnen. Für
akute Hilfseinsätze mit Flugzeugen oder Hubschraubern gelten
Sonderbestimmungen.
Quelle: Newsletter der kanadischen Botschaft
Außenminister Graham: Keine Terrorismusbekämpfung auf Kosten der Menschenrechte
In einer Rede vor der Jahresversammlung der UN-Menschenrechtskommission
in Genf hat Kanadas Außenminister Bill Graham davor
gewarnt, den Kampf gegen den Terrorismus als einen Vorwand für
Unterdrückung zu nutzen. "Es ist ein Missverständnis zu glauben,
dass sich ein größeres Maß an Sicherheit nur dann erreichen
lässt, wenn man es mit den Menschenrechten nicht so genau nimmt",
betonte Minister Graham. Nach den Terrorangriffen vom 11.
September sei es wichtiger als jemals zuvor, diesen Standpunkt,
den Kanada nachdrücklich vertrete, zu verteidigen.
In diesem Zusammenhang verwies Außenminister Graham wenige Tage
später in Montréal auf die Dringlichkeit, einen Internationalen
Strafgerichtshof (ICC) für die Verfolgung von Kriegsverbrechen
und anderen schweren Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu
etablieren. Vor einer Konferenz des Canadian Institutes for the
Administration of Justice, die sich mit dem Thema 'Terrorismus,
Gesetz und Demokratie' befasste, verwies der Minister darauf,
dass Kanada eine solche internationale Rechtsinstanz als eine
außenpolitische Priorität betrachtet. "Seit Jahren betreiben wir
dieses Vorhaben. Wir haben im Rahmen einer besonderen ICC-Kampagne
Konferenzen und Workshops in Afrika, Asien, Lateinamerika, in
der Karibik und in Südostasien mit Experten und finanziellen
Mitteln unterstützt, um die Länder mit dem erforderlichen Instrumentarium
und den notwendigen Rechtskenntnissen vertraut zu machen.
Quelle: Newsletter der kanadischen Botschaft