250.386 Einwanderer: Die meisten kamen 2001 aus asiatischen Ländern
In der vergangenen Woche hat der zuständige Minister Denis Coderre die kanadische Einwanderungsstatistik für das Jahr 2001 vorgelegt. Danach belief sich die Gesamtzahl der im vergangenen Jahr aufgenommenen Einwanderer auf 250.386, zehn Prozent mehr als im Jahr 2000. Elf Prozent (26.513) kamen als Flüchtlinge nach Kanada. Fachkräfte (137.112) und Familienangehörige (66.709) stellten den größten Teil der Neuankömmlinge, von denen sich die meisten (137.112) nach eigenen Angaben in Ontario niederlassen wollten. Bei den Herkunftsländern der Einwanderer rangierte den amtlichen Zahlen zufolge China (40.282) vorn, gefolgt von Indien (27.899), Pakistan (15.342) und den Philippinen (12.884).
Quelle: Newsletter der kanadischen Botschaft

Kanada trauert: Vier Soldaten sterben in Afghanistan bei irrtümlichem Angriff eines US-Kampfjets
Die kanadische Regierung will die Umstände der tragischen Vorkommnisse in Afghanistan von einer Sonderkommission untersuchen lassen, bei denen am Mittwoch vergangener Woche vier kanadische Soldaten getötet und acht weitere zum Teil schwer verletzt worden waren. Ein US-Kampfbomberpilot hatte Bodentruppen bombardiert, die in der Nähe von Kandahar an einer nächtlichen Manöverübung teilgenommen hatten. Das Verteidigungsministerium hat bereits eigene Untersuchungen eingeleitet. Washington will ebenfalls eingehende Untersuchungen des irrtümlichen Bombenangriffs des US- Piloten einleiten und, wie der Botschafter der USA in Ottawa, Paul Cellucci, ankündigte, alles nur Mögliche tun, um die Sicherheit der verbündeten Truppen in Afghanistan zu verbessern. Die kanadischen Soldaten waren im Rahmen der 'Operation Apollo', mit der sich Kanada am Kampf gegen den Terror beteiligt, seit Ende Januar in Afghanistan stationiert.

In einer Beileidserklärung betonte Premierminister Jean Chrétien: "Worte sind in solchen Zeiten ein schwacher Trost. Dennoch hoffe ich, es etwas tröstlich, dass diese Menschen, die ihr Leben verloren haben, ihrem Land mit Mut und Tapferkeit im Kampf für Gerechtigkeit und Freiheit gedient haben. Alle Kanadier und Kanadierinnen sind stolz darauf, wie sie ihre Pflicht erfüllt haben."

Kanadas Generalgouverneurin Adrienne Clarkson war von London aus zum US-amerikanischen Militärstützpunkt Ramstein (Pfalz) geflogen, wohin sechs der verletzten Soldaten und später auch die vier Toten gebracht worden waren. "Ich wollte ihnen sagen, dass die Kanadier stolz auf sie sind", erklärte die Generalgouverneurin. Auch Kanadas Botschafterin in Berlin, Marie Bernard-Meunier und der kanadische Vizeadmiral James King vom NATO-Hauptquartier in Brüssel hatten in Ramstein die Ankunft der kanadischen Soldaten erwartet.
Quelle: Newsletter der kanadischen Botschaft

Ministerpräsident Ernie Eves: Ontario hat einen neuen Regierungschef
Seit Montag vergangener Woche (15. April) hat Ontario einen neuen Regierungschef. Ernie Eves wurde als 23. Ministerpräsident der kanadischen Zentralprovinz vereidigt. Die in Toronto regierende Progressiv-Konserservative Partei hatte ihn vor einem Monat zu ihrem Provinzvorsitzenden gewählt. Der 56-jährige Politiker war von 1995 bis 2001 Finanzminister der Provinz. Eves hat wichtige Ressorts seines Kabinetts mit Frauen besetzt. Die neue Bildungsministerin Elizabeth Witmer ist zugleich stellvertretende Ministerpräsidentin. Janet Ecker hat das Finanzressort übernommen.
Quelle: Newsletter der kanadischen Botschaft


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