Aufklärung: Der Tod der vier kanadische Soldaten in Afghanistan wird in Ottawa und Washington untersucht
Die kanadische und die US-amerikanische Regierung wollen mit Hilfe
von Untersuchungskommissionen klären, warum in Afghanistan der
Pilot eines US-Kampfjets kanadische Truppen während eines nächtlichen
Manövers bombardiert hat. Bei dem Unglück waren am 18.
April vier kanadische Soldaten ums Leben gekommen, acht weitere
wurden zum Teil schwer verletzt. Der Vorsitzende des kanadischen
Untersuchungsausschusses, General Maurice Baril, betonte, er
werde sämtliche Zeugen vorladen, "gleich ob es sich um Kanadier,
US-Amerikaner oder andere handelt." Überdies werde man alle
elektronischen Beweismittel sichten. Unterdessen versicherte US-
Verteidigungsminister Donald Rumsfeld, kanadische Beobachter
würden in "jeden Aspekt" seiner Untersuchung mit einbezogen werden.
Es ist vorgesehen, dass ein Kanadier am US-Untersuchungsgremium
teilnimmt und ein Vertreter der US-Streitkräfte der kanadischen
Untersuchungskommission angehört.
An der Gedenkfeier, die am vergangenen Sonntag am Stationierungsort
der getöteten Soldaten, in Edmonton, stattfand, nahmen
tausende Trauergäste teil, unter ihnen Premierminister Jean
Chrétien, Kanadas Generalgouverneurin Adrienne Clarkson,
Verteidigungsminister Art Eggleton sowie der Botschafter der USA in
Kanada, Paul Celucci.
Quelle: Newsletter der kanadischen Botschaft
Mehr Wachstum: Bank of Canada mit zuversichtlicher Prognose
Die kanadische Notenbank hat ihre Prognose für die wirtschaftliche
Entwicklung im Land deutlich nach oben korrigiert. In ihrem Halbjahresbericht
rechnet die Bank of Canada für das erste Halbjahr
2002 mit einem Wachstum von 3,5 bis 4,5 Prozent. Die Bank of
Canada, die noch zu Anfang des Jahres von einem einprozentigen
Zuwachs ausgegangen war, prognostiziert jetzt angesichts einer
schneller als erwarteten wirtschaftlichen Erholung in Kanada für
das Gesamtjahr 2002 einen Zuwachs von 2,25 bis 3,25 Prozent.
Quelle: Newsletter der kanadischen Botschaft
Hydrogenics Europe GmbH: Brennstoffzellen-Produzent aus Kanada etabliert sich in NRW
Gelsenkirchen wird zu einem Standort für Brennstoffzellen-Systeme
und Testanlagen. Die kanadische Firma Hydrogenics aus Missisauga,
Ontario, eines der führenden Unternehmen in der Brennstoffzellen-Technologie,
und die in Gelsenkirchen ansässige deutsche Enkat
GmbH, die Lösungen für Test- und Entwicklungssysteme entwickelt
und produziert, haben fusioniert und die Hydrogenics Europe GmbH
gegründet. Der nordrhein-westfälische Wirtschafts- und Industrieminister
Ernst Schwanhold begrüßte das innovative Unternehmen als
"wichtigen Meilenstein auf dem Weg, Nordrhein-Westfalen zu einem
namhaften Standort der Brennstoffzellentechnologie zu entwickeln."
Er betonte: "Die mit der Gründung des Unternehmens verbundene
Zusammenführung und Erweiterung der Ressourcen und Kompetenzen ...
wird uns auf dem Weg zu diesem Ziel ein Stück vorwärts bringen."
Quelle: Newsletter der kanadischen Botschaft