Kanada - international: UN-Konvention gegen das organisierte Verbrechen ratifiziert - Kriminalitätsbekämpfung im Cyberspace
Als 14. Land hat Kanada am Dienstag vergangener Woche die UN- Konvention über das transnational organisierte Verbrechen sowie zwei freiwillige Zusatzabkommen über Menschenschmuggel ratifiziert. Die Konvention, mit der auf internationaler Ebene grenzüberschreitende kriminelle Aktivitäten wie Geldwäsche, Verschwörung, Korruption und Unterminierung der Justizsysteme bekämpft werden sollen, wurde bislang von 141 Staaten unterzeichnet. Sie wird rechtsgültig, sobald mindestens 40 Länder sie ratifiziert haben.

"Diese Konvention enthält international praktikable Kooperationsmöglichkeiten wie Ausweisung und Verfolgung, die Verbrecher daran hindern, sich hinter Landesgrenzen zu verstecken", betonte Kanadas Außenminister Bill Graham. Justizminister Martin Cauchon verwies auf die langjährigen Bemühungen Kanadas, mit Hilfe nationaler und internationaler Gesetze ein starkes Netzwerk zur transnationalen Verbrechensbekämpfung aufzubauen. Die Justiz- und Innenministerien der G-8-Mitgliedsländer, deren Vertreter in der vergangenen Woche in Ottawa konferierten, wollen ihre Zusammenarbeit zur Bekämpfung der Internet-Kriminalität verstärken. Dabei geht es u.a. darum, den Anbietern und Verbreitern von Kinderpornografie das Handwerk zu legen. Man denkt u.a. an eine internationale Datenbank über Beschaffer und Opfer von Kinderpornografie. Ebenfalls geplant ist die Entwicklung technischer Einrichtungen, die Terroristen das Ausspüren staatlicher Informationsstrukturen erschweren und mit denen sich die Spuren terroristischer Informationen im Internet besser verfolgen lassen.
Quelle: Newsletter der kanadischen Botschaft

Neue Vertretung: Kanadas Botschaft in Reykjavik eröffnet
Außenminister Bill Graham hat in der vergangenen Woche in Anwesenheit von Islands Premierminister David Oddsson und Außenminister Halldor Asgrimsson Kanadas neue Botschaft in Island eröffnet. "Zwischen Kanada und Island bestehen enge historische Verbindungen", betonte Minister Graham in Reykjavik. "Unsere Länder verfolgen eine Reihe gleicher außenpolitischer Ziele. Wir sind u.a. Mitglieder der NATO und des Arktischen Rates." 150.000 Kanadier haben isländische Vorfahren. Island hatte vor einem Jahr seine Botschaft in Ottawa eröffnet.
Quelle: Newsletter der kanadischen Botschaft

Landwirtschaft: Kanadas Farmer wandern ab
Der im vergangenen Jahr durchgeführte Zensus hat ergeben, dass sich die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe seit 1996 um mehr als zehn Prozent auf 247.000 verringert hat. Damit, so Statistics Canada, das diese Zahlen in der vergangenen Woche veröffentlichte, hat sich ein Trend fortgesetzt, den die Statistiker seit 1941 registrieren. Kanadische Farmen hatten 2001 eine Durchschnittsgröße von 676 Morgen. Wie Radio Canada International berichtet, wird in Kanada zwar weiterhin hauptsächlich Weizen angebaut, doch immer mehr Farmer erweitern ihre Produktionspalette, vor allem um Hülsenfrüchte wie Linsen, Bohnen und Erbsen. Auch Treibhauskulturen haben stark zugelegt, vor allem im südlichen Ontario. Angesichts der jüngsten Beschlüsse Washingtons, der US-Landwirtschaft in den nächsten zehn Jahren mit massiven Subventionen unter die Arme zu greifen, sind für Kanadas Farmer und Agrarexporteure derzeit keine besseren Zeiten zu erwarten.
Quelle: Newsletter der kanadischen Botschaft

Nachwahlen: Liberale Partei gibt zwei Parlamentssitze an Opposition ab
Bei Nachwahlen in den Provinzen Newfoundland, Québec, Ontario, Manitoba und Alberta, bei denen in der vergangenen Woche insgesamt sieben Sitze im Parlament in Ottawa neu zu besetzen waren, musste die regierende Liberale Partei jeweils eins ihrer bislang 166 Mandate an die Progressiv-Konservative Partei (in Newfoundland) und an die sozialdemokratische NDP (Ontario) abgeben.
Quelle: Newsletter der kanadischen Botschaft


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