Happy Canada Day
Am 1. Juli wird ganz Kanada allerorts in vielen Sonderveranstaltungen den Geburtstag
des Landes feiern.
Das Thema des diesjährigen Canada Day heißt "Spotlight on 50 years of
Canadian Achievements".
Hiermit sollen die Errungenschaften Kanadas seit 1952 gefeiert werden.
Hierzu gehören unter anderen der Official Languages Act, der Canadian
Multiculturalism Act, sowie die Canadian Charter of Rights and Freedoms.
Alle drei Gesetze garantieren die Grundrechte aller Kanadier.
Das Jahr 2002 steht zudem für das Goldene Thronjubiläum von Queen
Elizabeth II, dem offiziellen Staatsoberhaupt Kanadas. Zudem wurde im
Jahre 1952 der erste kanadische Governor General of Canada ernannt.
In diesem Jahr feiern alle Kanadier zudem folgende bedeutende Jubiläen:
250 Jahre seit der Veröffentlichung von Kanadas erster Zeitung, der
Halifax Gazette im Jahre 1752.
135-jähriger Geburtstag von Kanada
125 Jahre seit Beginn der Arbeiten an der Canadian Pacific Railway
100 Jahre seit der ersten offiziellen drahtlosen Kommunikation über den
Atlantik durch Marconi im Jahre 1902
75 Jahre Old Age Pensions Act.
75 Jahre zweisprachige Postwertzeichen.
50 Jahre Thronjubiläum von Königin Queen Elizabeth II.
50 Jahre seit der Einschwörung von Vincent Massey als Kanadas ersten
kanadischen Governor General.
50 Jahre seit Start der ersten Fernsehanstalt in Kanada (CBFT -
Montreal)
50 Jahre seit der ersten Fernsehübertragung eines Hockeyspieles in
Kanada
Willkommen in Kananaskis: Premierminister Chrétien ist Gastgeber der diesjährigen G-8-Gipfelkonferenz
"Wir haben Kananaskis - den Ort, an dem sich die Wasser treffen,
wie die Cree sagen - u.a. deshalb als Konferenzort des
diesjährigen Gipfeltreffens der G-8 ausgewählt, um in dieser
entspannten Umgebung am Fuße der Rocky Mountains zu einem
informelleren und intimeren Arbeitsklima zu kommen, in dem die
Staats- und Regierungschefs offen miteinander diskutieren können",
schreibt Kanadas Premierminister Jean Chrétien als Gastgeber der
G-8-Gipfelkonferenz in einer Grußbotschaft im Internetportal
zum G-8-Gipfel (http://www.g8.gc.ca).
Am Mittwoch und Donnerstag dieser Woche (26. / 27. Juni)
versammeln sich die Staats- und Regierungschefs der sieben
wichtigsten Industrienationen und Russlands sowie die Präsidenten
der Europäischen Kommission und Spaniens, das derzeit den
Vorsitz im EU-Ministerrat führt, in dem entlegenen Ferienort
Kananaskis in der Westprovinz Alberta. Schwerpunkte des
Konferenzprogramms ist neben dem Kampf gegen den Terrorismus das
Konzept einer partnerschaftlichen Entwicklungshilfe für Afrika,
für das sich der kanadische Regierungschef nachdrücklich
engagiert. Zu den Gesprächen über Afrika werden auch vier
afrikanische Spitzenpolitiker und UN-Generalsekretär Kofi Annan
erwartet.
Sicherheit (I):
Die Sicherheitsmaßnahmen, mit denen in Kananaskis und seiner
Umgebung für den Schutz des hohen Besuchs gesorgt wird, sind
die umfassendsten der kanadischen Geschichte. Wie Radio Canada
International berichtet, unterstützen 5.000 Soldaten mit
gepanzerten Fahrzeugen und Kampfhubschraubern die Arbeit der
Bundespolizei. Touristen hatten bereits am Montag letzter Woche
die Region verlassen müssen.
Sicherheit (II):
In einem Rundbrief an die Eltern hat die
Schulbehörde von Calgary den Schülerinnen und Schülern der Stadt
Ratschläge für den Umgang mit möglicherweise im Zusammenhang mit
der G-8-Konferenz auftauchenden Demonstranten erteilt. Wie Canadian
Press (CP) berichtet, heißt es darin: Seht zu, dass Ihr den
Demonstrationsbereich möglichst schnell verlasst. Bleibt nicht
stehen, um zuzuschauen, und lasst Euch nicht in Diskussionen mit
den Demonstranten an.
Im einige tausend Kilometer vom Konferenzort entfernten Ottawa
rechnet die Polizei nach eigenen Angaben in dieser Woche mit rund
2.500 Demonstranten. So lange sie sich friedlich verhalten, werde
man, so ein Polizeisprecher, nichts gegen sie unternehmen, selbst
wenn ein Demonstrationszug in der kanadischen Hauptstadt zu
Verkehrsstörungen führen sollte.
Quelle: Newsletter der kanadischen Botschaft
Wettbewerbsfähigkeit verbessern: Kanadas Agrarindustrie erhält 5,2 Milliarden Dollar aus der Bundeskasse
Gemeinsam mit Landwirtschaftsminister Lyle Vanclief hat
Premierminister Jean Chrétien in der vergangenen Woche Kanadas Farmern
und der Agrarwirtschaft ein umfassendes Hilfspaket in Aussicht
gestellt. In den nächsten sechs Jahren will Ottawa diesen
bedeutenden Wirtschaftssektor mit 5,2 Milliarden Dollar unterstützen.
Diversifikation und Innovation im Agrarbereich sowie
Nahrungsmittelsicherheit und ökologische Produktionsbedingungen sollen
mit Hilfe dieser Investitionen verbessert werden. Mit 3,4
Milliarden Dollar wird ein Agricultural Policy Framework (APF)
ausgestattet, ein Strukturfonds, der Kanadas Farmer auf dem
Weltmarkt konkurrenzfähiger machen soll. "Unsere Regierung ist
verpflichtet, die Landwirtschaft über aktuelles Krisenmanagement
hinaus zu unterstützen und sie im 21. Jahrhundert zu einem
gedeihlichen, profitableren Wirtschaftszweig zu machen", begründete
Premierminister Chrétien die Regierungshilfe.
Provinzen, die die Mittel des APF nutzen wollen, sollen sich mit
40 Prozent daran beteiligen, so dass sich die Gesamtsumme auf 8,18
Milliarden Dollar beläuft. In den kanadischen Westprovinzen wird
diese Auflage bereits als zu teuer kritisiert. Landwirtschaftsminister
Vanclief trifft sich in dieser Woche in Halifax mit
seinen Amtskollegen aus den Provinzen.
Quelle: Newsletter der kanadischen Botschaft
Stimmungslage: Viele Kanadier wollen mehr sektorale Integration mit den USA
In der Umwelt-, Verteidigungs- und Wirtschaftspolitik wünschen
sich viele Kanadier mehr Integration mit den USA. Einer vom
Meinungsforschungsinstitut Ekos im Auftrag des Public Policy Forum
durchgeführten Untersuchung zufolge, deren Ergebnisse in der
letzten Woche veröffentlicht wurden, waren 15 Prozent der
Befragten dafür, dass Kanada sich dem großen Nachbarn im Süden mehr
angleicht. Umgekehrt wäre es 39 Prozent lieber, wenn Kanada sich
deutlicher von den USA unterscheiden würde. 44 Prozent wollen
keine Veränderung der derzeitigen Situation. In bestimmten
Bereichen wünschten sich viele Befragte allerdings in Nordamerika
deutlich mehr politische Kooperation und Integration, so in der
Umweltpolitik (65 Prozent), in der Verteidigungspolitik (46 Prozent)
und in der Wirtschaft (55 Prozent).
Quelle: Newsletter der kanadischen Botschaft