Fast 2.200 Einwanderer wurden am Nationaltag zu Staatsbürgern
Während die Kanadier am 1. Juli überall im Land der Canada Day feierten, legten in 32 Kommunen im Rahmen besonderer Feierstunden rund 2.200 Neubürger aus mehr als 120 Staaten den Eid auf die kanadische Verfassung ab. Als Symbol der Verbundenheit mit ihrer neuen Heimat erhielten sie alle von Tree Canada-Stiftung einen Weißtannensetzling.

Im vergangenen letzten waren 167.353 neue kanadische Staatsbürger auf die Verfassung eingeschworen worden. Insgesamt waren 2001 250.386 Menschen nach Kanada eingewandert. Von ihnen kamen elf Prozent als Flüchtlinge.

Auf Feuerwerk und Grillpartys zum Canada Day mussten viele Kanadier in den Westprovinzen verzichten. In Edmonton, Alberta, sind offene Feuer wegen der ungewöhnlich langen Trockenheit und der Brandgefahr seit über einer Woche verboten. Allein im Juni, so berichtet Radio Canada International, musste die Feuerwehr innerhalb der Stadtgrenzen von Edmonton mehr als 350 Buschbrände löschen. In der Umgebung von Prince Albert, Saskatchewan und den umliegenden Gemeinden hatten sich bis zum Wochenende Waldbrände bereits auf 40 Quadratkilometer ausgeweitet.
Quelle: Newsletter der kanadischen Botschaft

Bundeskanzler Schröder in Ottawa und Montréal: Gespräche mit Premierminister Chrétien, Besuch bei Bombardier
Auf Einladung von Premierminister Jean Chrétien reiste Bundeskanzler Gerhard Schröder schon vor Beginn der G-8-Gipfelkonferenz in Kananaskis, Alberta, zu bilateralen Gesprächen mit seinem Amtskollegen nach Ottawa. In den Gesprächen der beiden Regierungschefs ging es nicht nur um die auf dem G-8-Gipfel anstehenden Themen sondern auch um aktuelle Handelsprobleme wie die massiv subventionierten Stahl- und Agrarexporte der USA. Überdies betonte Bundeskanzler Schröder, es sich wichtig, dass sich die Beziehungen zwischen der Europäischen Gemeinschaft und Kanada ebenso dynamisch entwickeln wie die bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und Kanada. Zum Programm des Bundeskanzlers gehörten auch ein Besuch beim Bombardier Aerospace Inc. in Montréal und eine Rede vor der 'Conference de Montréal', die von hochrangigen Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft besucht wurde. Zudem traf Bundeskanzler Schröder auch den Ministerpräsidenten von Québec, Bernard Landry, zu einem Gespräch.
Quelle: Newsletter der kanadischen Botschaft

Von Rambouillet nach Kananaskis: Premierminister Chrétien zieht positive Bilanz des G-8-Arbeitsgipfels
Kanadas Premierminister Jean Chrétien, der Gastgeber der diesjährigen Gipfelkonferenz der Staats- und Regierungschefs der sieben wichtigsten Industriestaaten (USA, Japan, Kanada, Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien) und Russlands, zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf und den Ergebnissen des Gipfeltreffens, das in der vergangenen Woche im abgeschiedenen Kananaskis in den Rocky Mountains stattgefunden hatte.

Als Gäste waren auch UN-Generalsekretär Kofi Annan und vier afrikanische Präsidenten, Thabo Mbeki (Südafrika), Olusegun Obbasanjo (Nigeria), Abdoulaye Wade (Senegal) und Abdelaziz Bouteflika (Algerien) nach Kananaskis gereist. Denn ein neuer Hilfsplan für Afrika, den die kanadische Regierung von langer Hand vorbereitet hatte, gehörte zu den Schwerpunkten des Konferenzprogramms. Diese Initiative wurde, wie Chrétien betonte, von Afrika angestoßen, aus dem die Neue Partnerschaft für die Entwicklung Afrikas (NEPAD) stammt. Sie setzt auf die Eigenverantwortung der afrikanischen Staaten. Die Empfängerländer müssen sich um gute Regierungsführung, um die Beachtung der Menschenrechte und um demokratische Strukturen bemühen, wenn sie von der Hilfe profitieren wollen. Neben einem weiteren Schuldenerlass von einer Milliarde Dollar für die ärmsten Länder Afrikas wollen die führenden Industrienationen die Entwicklungshilfe für Afrika bis 2006 auf 12 Milliarden Dollar aufstocken. Premierminister Chrétien sprach von einem Neuanfang und von neuen Hoffnungen für Afrika. UN-Generalsekretär Kofi Annan sah in der Initiative "einen Wendepunkt in der Geschichte Afrikas und der Welt." Kanada hat eine eigene Afrika-Initiative angekündigt, die mit einem 500 Millionen Dollar umfassenden 'Fonds für Afrika' finanziert wird. Der größte Teil der in Kananaskis ausgehandelten Entwicklungshilfe fließt nach Russland, das als Vollmitgliedschaft der G-8 im Jahre 2006 erstmals die Gipfelkonferenz ausrichten wird. Für die Entsorgung seiner Atom-U-Boote und Atomsprengköpfe erhält Russland 20 Milliarden Dollar.

In der Abgeschiedenheit von Kananaskis habe sich die Rückkehr zu einem Arbeitsgipfel bewährt, erklärte Gastgeber Chrétien in einer abschließenden Pressekonferenz. "Wir wollten es in diesem Jahr anders machen, weg von der großen Show der letzten Jahre." Die erste dieser Konferenzen hatte 1975 auf Schloss Rambouillet bei Paris auf Einladung des französischen Präsident Valerie Giscard d'Estaing stattgefunden. Damals diskutierten die sechs Teilnehmer die Weltlage am Kamin.

Im Internetportal http://www.g8.gc.ca finden sich reichlich Informationen über die G-8-Gipfelkonferenz sowie Hintergrundmaterial. Außerdem wird der Tagungsort Kananaskis in Wort und Bild vorge- stellt.
Quelle: Newsletter der kanadischen Botschaft


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