Kompetenzen neu verteilt: Premierminister Chrétien nimmt Änderungen vor
Im kanadischen Bundeskabinett hat es weitere Veränderungen gegeben.
In der vergangenen Woche wurden einige Zuständigkeitsbereiche
neu verteilt. So kümmert sich Wirtschaftsminister Allan Rock
jetzt auch um den Zweimilliarden- Dollar-Infrastrukturfonds der
Regierung, der bislang dem Finanzministerium unterstand.
Transportminister David Collenette wurde zusätzlich mit der Zuständigkeit
für fünf Staatsunternehmen, u.a. für Canada Post und die
kanadische Münze, betraut.
Quelle: Newsletter der kanadischen Botschaft
Infrastrukturprogramm aufgestockt: Ottawa zahlt die Hälfte
Anders als bisher will die Bundesregierung in Zukunft die Hälfte
der Kosten tragen, die bei Infrastrukturprojekten der Provinzen
und Gemeinden entstehen. Bislang betrug der Bundesanteil
lediglich ein Drittel. Wirtschaftsminister Allan Rock, der
neuerdings für die Verwaltung des Strategischen Infrastrukturfonds
und der dort bereit gestellten zwei Milliarden Dollar zuständig
ist, hat angekündigt, dass die Mittel möglichst bald eingesetzt
werden sollen. Als Schwerpunkte des Programms nannte der Minister
das Straßen- und Schienennetz, den öffentlichen Nahverkehr, die
Wasser- und Abwassernetze, Tourismus und Stadtentwicklung sowie
die Vernetzung mit Breitbandkabel.
Quelle: Newsletter der kanadischen Botschaft
Dürre im Westen: Regierung verspricht Millionen Dollar für Wasserprojekte
Mit einem zusätzlichen Wasserversorgungsprogramm in Höhe von zehn
Millionen Dollar bemüht sich die kanadische Bundesregierung um
Soforthilfe für die am schwersten betroffenen Regionen in den
Prärieprovinzen Saskatchewan und Alberta. Wie
Landwirtschaftsminister Lyle Vanclief am Freitag letzter Woche ankündigte,
sollen rund 2000 vorhandene Brunnen vertieft und Wassergräben
gesäubert werden.
Inzwischen haben nach den Landwirten aus Québec und Ontario
auch Farmer aus den Atlantikprovinzen Futterheu per Eisenbahn
in Richtung Westen geschickt, um den bedrohten Rinderherden
ihrer Berufskollegen zu Hilfe zu kommen. In Alberta, wo nach
einem Bericht von Radio Canada International 75 Prozent der
Provinzfläche von der Rekorddürre betroffen sind, verkaufen
immer mehr Rinderzüchter wegen des akuten Futtermangels ihre
Tiere.
Quelle: Newsletter der kanadischen Botschaft
Creutzfeldt-Jakob-Krankheit: Der erste Kanadier stirbt an der neuen Variante vCJK
In Saskatoon in der Provinz Saskatchewan ist in der vergangenen
Woche ein an der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit erkrankter Mann
gestorben. Der 50-jährige Kanadier war der erste Patient in
Nordamerika, an dem diese Gehirnkrankheit, die als menschliche
Variante des Rinderwahns (BSE) gilt, diagnostiziert worden war.
Nach Angaben des kanadischen Gesundheitsministeriums, das im
Internet ausführlich über den Fall und über die vorgenommenen
Vorsorgemaßnahmen informiert, hatte
sich der Mann in den 80er und 90er Jahren häufig in Groß-
britannien aufgehalten, zu einer Zeit, als dort die BSE-Seuche
besonders stark verbreitet war. Sie gilt als Erreger der immer
tödlich verlaufenden Krankheit.
Quelle: Newsletter der kanadischen Botschaft
No smoking: Auch junge Kanadier rauchen weniger
Die jüngsten Ergebnisse einer Untersuchung des Raucherverhaltens
der Kanadier bestätigt, dass Ottawas vielschichtige Anti-Raucher-Strategie aufgeht.
So ging die Zahl der über 15 Jahre alten
Raucher 2001 im Vergleich zum Vorjahr um zwei Prozent auf 22
Prozent (5,4 Millionen) zurück. 1999 hatte noch jeder 4. Kanadier
geraucht. Während bei der jüngsten untersuchten Altersgruppe,
den 15- bis 19-Jährigen, 2,5 Prozent weniger Raucher registriert
wurden, lag der Prozentsatz bei den 20- bis 24-Jährigen 2001
unverändert bei 32 Prozent. Die Regierung hat sich zum Ziel
gesetzt, bis Jahr 2011 den Prozentsatz der Raucher auf zwanzig
Prozent zu senken. Der Federal Tobacco Control Strategy stehen
zu diesem Zweck für fünf Jahre fast 560 Millionen Dollar zur
Verfügung
Quelle: Newsletter der kanadischen Botschaft
Fast jeder 2. Haushalt surft: In Kanada nimmt die Zahl der Internet-Benutzer weiter zu
In 5,8 Millionen kanadischen Haushalten, das ist fast jeder
Zweite, surfte im vergangenen Jahr mindestens ein Familienmitglied
regelmäßig im Internet. Gegenüber dem Vorjahr bedeutete
dies, wie Statistics Canada in einer Untersuchung ermittelte,
eine Zunahme um zwanzig Prozent. Mehr als die Hälfte derjenigen,
die vom heimischen Computer aus ins Internet starteten,
interessierte sich für die von der Regierung angebotenen Websites und
für Nachrichten. 60 Prozent dieser Gruppe informierten sich über
medizinische Themen.
Quelle: Newsletter der kanadischen Botschaft