Regierungserklärung: Modernisieren, verbessern, erneuern
Mit dem Appell an Selbstvertrauen, Solidarität und Kooperation aller Bürger legte Kanadas liberale Regierung am Montag, dem 30. September, in der von Generalgouverneurin Adrienne Clarkson vorgetragenen Thronrede eine umfassende Agenda für die nächsten Jahre vor.

Schwerpunkte bilden die Sozial-, Gesundheits- und Bildungspolitik, die Verbesserung der städtischen Infrastruktur und des Wohnungsbaus, der Umweltschutz einschließlich der Ratifizierung des Kyoto- Protokolls sowie die Entwicklungshilfe, die bis zum Jahr 2010 verdoppelt werden soll. Kinder einkommensschwacher Familien sollen bessere Startchancen erhalten und auch die Urbevölkerung kann mit vermehrter Hilfe durch die Regierung rechnen. Zugleich bekräftigt die Regierung, sie werde weiterhin für einen ausgeglichene Haushalt sorgen und die Staatsverschuldung weiter ab- tragen.

Finanzminister John Manley erklärte anschließend im kanadischen Fernsehen, "Die Regierungserklärung setzt die Prioritäten. Wie schnell und wieweit wir sie umsetzen hängt davon ab, wie wir sie bezahlen können." Der vollständige Text der Thronrede ist ins Internet gestellt.
Quelle: Newsletter der kanadischen Botschaft

'Nördlicher Tiger': IWF rechnet mit 3,4 Prozent Wirtschaftswachstum in Kanada
Mit einem Wirtschaftswachstum, das der Internationale Währungsfonds (IWF) in seiner Weltwirtschaftsprognose auf 3,4 Prozent für 2002 und 2003 veranschlagt, lässt Kanada die übrigen Mitglieder der Gruppe der 7sieben wichtigsten Industriestaaten (G-7) deutlich hinter sich. Der IWF-Prognose zufolge ist in diesem Jahr in Kanada mit einer durchschnittlichen Inflationsrate von 1,8 Prozent zu rechnen, die 2003 auf 2,1 Prozent ansteigen könnte.

Kanadas Finanzminister John Manley, der in Washington an der Konferenz der Finanzminister und Notenbankpräsidenten der G-7 und der G-24 der führenden Entwicklungsländer teilgenommen hatte, die der Jahrestagung von Weltbank und IWF vorausging, betonte in einer Pressekonferenz, da Kanadas Außenhandel zu 85 Prozent mit den USA abgewickelt werde, würde es sich auch in Kanada bemerkbar machen, wenn die US-Wirtschaft sich nicht nachhaltig erholte. Zuvor hatte Minister Manley in einer Rede von US- amerikanischen Geschäftsleuten Kanada wegen seiner bemerkenswerten Wirtschaftsleistung als 'Nördlichen Tiger' bezeichnet.
Quelle: Newsletter der kanadischen Botschaft

Ausgesperrt: Kanada erweitert Sanktionen gegen überfischende Flotten
Kanada will die Fischbestände im Atlantik besser und nachhaltig vor der Ausplünderung durch ausländische Fangschiffe schützen. Mit strengeren Sanktionen will man gegen jedes einzelne Schiff vorgehen, das unmittelbar vor den Grand Banks vor Newfoundland, außerhalb der kanadischen 200-Meilen-Fischereizone, gegen die internationalen Vorschriften der NAFO (Organisation der Nordwestatlantischen Fischerei) verstößt. Kanadas Fischereiminister Robert G. Thibault kündigte am vergangenen Freitag an, dass in Zukunft kein einziges ausländisches Schiff, das nachweislich gegen die Vorschriften verstoßen hat, einen kanadischen Hafen anlaufen darf. Bislang galt dieses Verbot nur für die gesamte Fangflotte eines Landes, das die NAFO-Richtlinien nicht beachtet. Auf der Jahreskonferenz der NAFO empfahl Minister Thibault den übrigen 17 NAFO-Mitgliedsländern, dem kanadischen Beispiel zu folgen. Dänischen und estnischen Fangschiffen war das Anlaufen kanadische Häfen schon vor Monaten verwehrt worden.
Quelle: Newsletter der kanadischen Botschaft

Marion Tuu'luq ist tot: Bekannte Inuit-Künstlerin wurde 92 Jahre alt
Im Alter von 92 Jahren ist Marion Tuul'luq in Bakerlake im Arktis- Territorium Nunavut gestorben. Wie die in Kanadas Nationalgalerie für Inuit-Kunst zuständige Kuratorin Marie Routledge in ihrem Nachruf auf die hoch betagte Künstlerin betonte, war die vor allem für ihr Textil-Design berühmte Inuit-Künstlerin fast 60 Jahre, als sie sich auf die künstlerische Arbeit konzentrierte. Die Eröffnung der ersten Einzelausstellung (11. Oktober 2002 bis 12. Januar 2003), die die Nationalgalerie in Ottawa ihrem Werk widmet, hat Marion Tuu'luq nicht mehr erleben können.
Quelle: Newsletter der kanadischen Botschaft


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