Mehr Teilzeitjobs: Arbeitslosigkeit in Kanada geht auf 7,6 Prozent zurück
In Kanada ist die Arbeitslosigkeit im Oktober gegenüber September um einen Prozentpunkt auf 7,6 Prozent zurückgegangen. Wie Statistics Canada am Freitag berichtete, wurden im vergangenen Monat insgesamt 32.800 neue Arbeitsplätze geschaffen. Bei allen handelte es sich um Teilzeitjobs. Sie wurden vor allem in der florierenden Bauwirtschaft sowie vom Hotel- und Gaststättengewerbe angeboten, während es in der verarbeitenden Industrie zu Entlassungen kam. Die Canada Mortgage und Housing Corporation meldete für Oktober im Wohnungsbau einen Zuwachse von 10,4 Prozent gegenüber September, ein Niveau, wie man es seit 1990 nicht mehr registriert hatte. Nach Angaben von StatsCan gab es in diesem Jahr in den ersten zehn Monaten einen Gesamtzuwachs von 459.300 neuen Stellen, drei Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Quelle: Newsletter der kanadischen Botschaft

Keine 'Blutdiamanten': Kanada beteiligt sich an internationaler Initiative
Eine seit Jahren von internationalen nichtstaatlichen Organisationen wie Amnesty International betriebene Initiative zur Herkunftskontrolle von Rohdiamanten hat einen ersten Erfolg erzielt. 52 Staaten, darunter Kanada, einigten sich in der vergangenen Woche mit Vertreter der Diamantenindustrie auf ein Abkommen, dem zufolge ab 2003 nur noch mit Herkunftszertifikaten ausgestattete Diamanten gehandelt werden sollen. Damit will man verhindern, dass afrikanische Länder weiterhin ihre bewaffneten Konflikte durch den illegalen Diamantenhandel finanzieren. Kanadas UN-Botschafter Robert Fowler hatte vor zwei Jahren den Vereinten Nationen einen Bericht über dieses florierende, blutige Geschäft vorgelegt. Wie Radio Canada International (RCI) berichtet, hat sich auch die kanadische Diamantenindustrie zu einer freiwilligen Kontrolle des Handels bereit erklärt. Kanadas einzige Diamantenmine liegt in den Nordwestterritorien und hat, so RCI, seit 1998 eine Umsatz von 1,5 Milliarden Dollar erwirtschaftet.
Quelle: Newsletter der kanadischen Botschaft

'El Nino' kommt: Klimaforscher erwarten milden Winter
Das Wetterphänomen 'El Niño', das vor allem in Lateinamerika alle paar Jahre Naturkatastrophen wie Wirbelstürme, Überschwemmungen und ungewöhnliche Dürrezeiten verursacht, wird in den bevorstehenden Wintermonaten auch das Wetter in bestimme Regionen Kanadas beeinflussen. Klimatologen des kanadischen Umweltministeriums rechnen im südlichen Kanada mit einem milderen Winter. Für die Prärieprovinzen prognostizieren sie geringere Niederschläge. Die kanadischen Wissenschaftler untersuchen seit 30 Jahren das Auftreten von El Niño, der, wie sie betonen, immer häufiger vorkommt, länger dauert und immer schwerere Schäden anrichtet.

Ungeachtet dieser Prognosen sorgte in der vergangenen Woche ein schweres Unwetter mit Blitzeis, Sturm und Pappschnee in weiten Teilen der kanadischen Atlantikprovinzen für einen verfrühten, ungewöhnlich heftigen Wintereinbruch. Nova Scotia hatte am meisten unter den Wetterkapriolen zu leiden. Hier legte eine bis zu 30 Zentimeter hohe Schneedecke den Straßen- und Flugverkehr sowie die Stromversorgung lahm. Über 100.000 Haushalte, allein 60.000 in Halifax, waren ohne Strom. In der Umgebung von Halifax blieben viele Schulen geschlossen.
Quelle: Newsletter der kanadischen Botschaft


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