IWF-Lob: Solide Fiskalpolitik sorgt weiterhin für stabiles Wirtschaftswachstum
Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet für Kanada im nächsten Jahr ein weiterhin stabiles Wirtschaftswachstum von rund drei Prozent. Derzeit liegt der Zuwachs bei 3,5 Prozent. Im weltweit spürbaren Abschwung habe Kanada makroökonomisch Bemerkenswertes geleistet und dabei die übrigen G-7-Staaten überholt, betont eine aktuelle IWF-Bilanz. Dieser Erfolg sei wesentlich auf einen soliden fiskalpolitische Rahmen und dessen Umsetzung seit Mitte der 90er Jahre zurückzuführen. Budgetausgleich und Schuldenabbau hätten Steuersenkungen und Strukturreformen ermöglicht und damit die solide Basis für ein anhaltendes Wirtschaftswachstum geschaffen.
Quelle: Newsletter der kanadischen Botschaft

Reformvorschläge: Kommission empfiehlt neue Strukturen im Gesundheitswesen
In der kanadischen Öffentlichkeit sorgt seit Donnerstag letzter Woche der Bericht einer Sonderkommission ('Commission on the Future of Health Care in Canada') für Diskussionsstoff, der umfassende Struktureformen im kanadischen Gesundheitssystem vorschlägt. Im April letzten Jahres hatte Premierminister Jean Chrétien ein Expertenteam unter Leitung des ehemaligen Ministerpräsidenten von Saskatchewan, Roy Romanow, beauftragt, sich landesweit bei allen gesellschaftlichen Gruppen, bei Politikern, Gesundheitsexperten und Bürgern, umzuhören um zu erfahren, wie sich das staatliche Gesundheitssystem modernisieren lässt, um effizienter und verlässlicher zu werden. Zu den jetzt vorliegenden Kommissionsmpfehlungen gehören u.a. eine neu strukturierte, gezieltere Mittelzuweisung an die Provinzen, die gleichen medizinischen Versorgungsmöglichkeiten für alle Kanadier und die Einrichtung eines Gesundheitsbeirates, der die Kooperation zwischen Bundesregierung und Provinzen verbessern soll. Die Reformvorschläge haben ihren Preis. Romanow schätzt, dass zu ihrer Realisierung bis 2006 15 Milliarden Dollar aus der Bundeskasse benötigt würden.

Kanadas Ärzteverband, der 42.000 Mediziner vertritt, hat den Bericht begrüßt und fordert, die Vorschläge sollten innerhalb von einhundert Tagen umgesetzt werden. Der Verband sieht darin eine Chance, dass der vor allem in manchen ländlichen Regionen bestehende Mangel an Ärzten und Pflegepersonal abgebaut wird. Kritik an den Reformvorschlägen haben die Provinzen Québec und Alberta angemeldet. Sie befürchten, Ottawa könne sie in Zukunft in ihrer Gesundheitspolitik bevormunden. (Mehr Informationen im Internet).
Quelle: Newsletter der kanadischen Botschaft

Kampfpreise bei Air Canada: Im kanadischen Westen
Die Erfolge der einheimischen Konkurrenz machen Air Canada im kanadischen Westen Beine. Mit auf Dauer angelegten Preissenkungen von bis zu 86 Prozent für eine einfachen Flug will Kanadas größte Airline bei Regionalflügen u.a. zwischen Vancouver, Calgary, Winnipeg und Thunder Bay einen Teil der Kunden zurückgewinnen, die in den letzten Monaten auf den Billigflieger WestJet umgestiegen waren.
Quelle: Newsletter der kanadischen Botschaft


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