Aus die Maus: Kanadas Oberster Gerichtshof gegen Patent für 'Krebsmaus'
Kanadas Oberstes Gericht hat sich, wenn auch mit der knappen
Mehrheit von 5:4 Richtern, in der vergangenen Woche gegen die
Patentierung der so genannten Krebsmaus ausgesprochen. Das
genetisch veränderte Tier entspreche nicht der im kanadischen
Patentgesetz festgelegten Definition einer Erfindung, hieß es
in der Urteilsbegründung. Falls Kanadas 133 Jahre altes
Patentrecht auf eine solche Form des höheren Lebens ausgeweitet werden
soll, dann sei eine solche radikale Abwendung vom traditionellen
Patentrecht nur durch eine einstimmige und klare Entscheidung
des Parlaments möglich, schrieb Richter Michel Bastarache in
die Begründung des Mehrheitsvotums. Vertreter von Kirchen und
zivilen Organisationen begrüßten die Entscheidung. "Leben ist
keine Erfindung des Menschen und sollte nicht kommerzialisiert
werden", zitierte die Tageszeitung 'Ottawa Citizen' den Anwalt
Paul Muddon. Kritisch beurteilten Vertreter der Biotechnologie-
Industrie die Entscheidung, weil sie darin einen
Wettbewerbsnachteil für die kanadische Forschung sehen. Die 'Krebsmaus'
wurde von der Harvard Medical School gentechnisch so verändert,
dass sich Tumore in ihr schneller entwickeln können und damit
leichter zu erforschen sind. In den USA und in etlichen
europäischen Ländern wurde ihre Patentierung zugelassen.
Quelle: Newsletter der kanadischen Botschaft
Sauber fahren: Winnipeg testet Brennstoffzellen-Bus im Stadtverkehr
In der Hauptstadt der Provinz Manitoba wird, wie Radio Canada
International (RCI) berichtet, zur Zeit im öffentlichen
Stadtverkehr ein Bus getestet, dessen Motor mit emissionsfreien
Brennstoffzellen betrieben wird. Bei dem dabei eingesetzten Fahrzeug
handelt es sich um einen Prototypen des einheimischen Unternehmens
New Flyer Industrie, eines der größten kanadischen Busbauer.
Der Spezialmotor wurde von Hydrogenics Corporation in Mississauga,
Ontario, entwickelt, an dem General Motors beteiligt sind. Das
Projekt kostet acht Millionen Dollar.
Quelle: Newsletter der kanadischen Botschaft
Preisgekrönt: Kanadischer Inuit-Film ab Donnerstag in deutschen Kinos
Ab 12. Dezember ist in deutschen Kinos der u.a. 2001 in Cannes
(Goldene Kamera) ausgezeichnete Film 'Atanarjuat' - Die Legende
vom schnellen Läufer' des kanadischen Inuit-Regisseurs Zacharias
Kunuk zu sehen, der erste kanadische Spielfilm, der von Kanadas
arktischer Urbevölkerung geschrieben, inszeniert und produziert
wurde. In Berlin wird 'Atanarjuat' in den Kinos Eiszeit, Neues
Off, Filmkunst 66 und International gezeigt.
Weitere Informationen zum Film über: www.atanarjuat.de oder:
www.arsenalfilm.de;
Quelle: Newsletter der kanadischen Botschaft